Über uns

Zwei Brüder auf der Suche nach Gold und Edelsteinen in Australien

Im Februar 1983 reisten mein Bruder Rolf Amrein und ich (Daniel) nach Australien um dort Arbeitsstellen als Baumaschinenführer anzutreten.

In Sydney angekommen, kauften wir uns sofort ein altes Auto, was Dank unseren kaum existierenden Englischkenntnissen nicht ganz unproblematisch war. Aber das ist eine andere Geschichte.

Anschliessend machten wir uns sofort auf den Weg in Richtung Norden, zu dem etwa 2000km entfernten Dörfchen "Sapphire" in Central Queensland.

Unser neuer Arbeitsplatz befand sich nicht etwa auf einer Baustelle, sondern auf dem weltbekannten „Anakie“ Edelsteinfeld. Zum Zeitpunkt unseres Eintreffens war das ca. 350km von der Ostküste entfernt liegende Saphir Feld noch in vollem Schwung. Hunderte von riesigen Baumaschinen wühlten sich durch den trockenen, pulvrigen Boden, und hüllten die ganze Umgebung in einen rot-braunen Staubmantel.

Nachdem wir uns am späten Nachmittag bei unseren zukünftigen Arbeitgebern (Adi und seiner Gattin Eva) vorgestellt hatten, halfen sie uns eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Der Plan war, nach einer guten Nachtruhe unsere Anstellung mit ihnen genauer zu besprechen und eine permanente Bleibe zu finden. Hätten wir gewusst, dass nicht nur mein Bruder und ich dieses minutiöse Zweibettzimmer für die Nacht ihr Eigen nennen wollten, sondern auch gleich die ganze Moskito- Population im Umkreis von 500km, wäre die Entscheidung eine schlechte Nacht in unserem Auto zu verbringen wohl attraktiver gewesen.

Den Grossteil des nächsten Tages verbrachten wir mit Adi, der uns eine ausführliche Tour durch das sehr hektisch erscheinende Edelsteinfeld und seiner, durch Reparaturen an den Maschinen stillgelegten Mine gab. In der Zwischenzeit organisierte Eva ein kleines Häuschen, das wir für $50.- die Woche mieten konnten. Dieses Gebäude gab dem Ausdruck „Offene Wohnräume“ eine total neue Bedeutung. Alles was draussen so am Boden herum krabbelte und schlich, wollte sich anscheinend in unserem neuen Zuhause vor der fast unerträglichen Hitze in Sicherheit bringen. Aber wir waren ja neu in dem Land und wollten nicht unhöflich sein. Die Tatsache, dass hin und wieder eine Schlange, die länger als unsere Betten war, oder eine Spinne von der Grösse eines Suppentellers, welche eine Abkürzung durch unsere gute Stube nahm, lernten wir mit der Zeit gelassen zu nehmen. Ohne das Thema in die Länge zu ziehen, muss ich trotzdem zugeben, dass wir ein- zweimal auf Stuhl und Tisch standen, um mit ungläubigen Augen die nicht gerade ungiftige, und uns total überdimensioniert erscheinende Fauna zu betrachten, die gerade mal wieder ganz gelassen eine Abkürzung durch unser trautes Heim machte.
Am nächsten Morgen fuhren mein Bruder und ich in die nächst grössere, ca. 55km östlich liegende Ortschaft „Emerald“, um uns mit allen lebenswichtigen Dingen einzudecken:
Am Tag darauf fingen wir an zu arbeiten. Das bedeutete hauptsächlich das bedienen von Bagger, Pneulader, Traktor und Lastwagen. Da zu diesem Zeitpunkt 24 Stunden am Tag gearbeitet wurde, übernahmen wir zuerst die Tagschicht, um uns einzuarbeiten und anschliessend arbeiteten wir für längere Zeit in der Nacht. Dies war wegen der geringeren Hitze bedeutend angenehmer, brachte aber das Problem mit sich, dass sich das Schlafen bei Temperaturen von bis zu 45°C und mehr etwas schwierig gestaltete.

Da unsere Arbeitgeber zu diesem Zeitpunkt mit beträchtlichen finanziellen Problemen zu kämpfen hatten, wurden wir nur sporadisch bezahlt. Nach ungefähr 2Jahren hatten wir die Nase voll und entschlossen uns, unser Glück als Saphirschürfer zu versuchen. Es war ein denkbar schlechter Zeitpunkt sich selbstständig zu machen, denn nebst einigen Lebensmitteln besassen wir nur ein Zelt, Auto, Spitzhacken, Schaufeln und unseren jungen Hund Rex. Die finanzielle Seite sah auch nicht gerade rosig aus. Aber wir hatten das Glück der Unwissenden und fanden bald einmal eine Edelstein führende Erdschicht die nur darauf gewartet hatte, von uns entdeckt zu werden. Es war aber auch höchste Zeit, denn unser ohnehin mickriges Vermögen war inzwischen zu $20.- geschrumpft.
Wir fanden genug Saphire um uns über Wasser zu halten, und das Leben als Edelsteinschürfer im australischen Busch sagte uns sehr zu. Da wir die Arbeit gerne machten und uns das freie Leben in der faszinierenden Natur ohne Vorgesetzte dermassen gefiel, verflogen die 10 Jahre im Nu in denen wir unsere eigenen Untergrundminen in verschiedenen Gegenden auf dem Edelsteinfeld betrieben. Finanzielle Engpässe überbrückten wir, in dem wir manchmal kurzzeitig für Farmer oder Betreiber von grossen Minen arbeiteten. Dies ermöglichte es uns, Maschinen und Geräte zu kaufen oder sie selbst zu bauen, um unsere Arbeitsabläufe zu ökonomisieren. Trotz vieler Verbesserungen, und durch Erfahrung erkaufte Weisheit, die auf vielen von uns gemachten Fehlern beruhte, wurde uns allmählich klar, dass wir ein nicht annähernd genügendes Einkommen hatten, im Vergleich zu dem Aufwand den wir betrieben. Auch war die Arbeit körperlich extrem hart und auf die Dauer nicht wirklich zumutbar. Nun ja, wir werden alle älter, egal wie stark man es zu ignorieren versucht.

Anfang 1996 entschieden wir uns, etwas Neues zu versuchen. Da uns Gold schon immer faszinierte, und eine geregelte Arbeit nicht in Frage kam, gaben wir dem Locken des gelben Metalls nach, und verkauften die Saphirmine mit allem drum und dran. Schlussendlich luden wir alle noch verbleibenden Besitztümer samt Hund in unseren alten Toyota „Land Cruiser“ 4x4 und einen ausgemusterten Militär Anhänger und fuhren zu dem 80km entfernten Clermont Goldfeld auf der Jagd nach dem lockenden Edelmetall.

Mit etwas Glück und unserer inzwischen angeeigneten Verbissenheit, schafften wir es, genug Gold zu finden, um zu überleben. Nach einer gewissen Lernperiode, in der wir etliche Fehler machten, dutzende von Blasen an den Händen hatten und der Schweiss in Strömen aus unseren Körpern geflossen war, erreichten wir einen Punkt an dem uns unsere Bemühungen ein gutes Einkommen bescherten. Die anschliessenden Jahre verbrachten wir meistens mit einem Metalldetektor in den Händen im Australischen Busch auf der Suche nach dem grossen Fund. Und ja, wir haben den Grossen Fund gemacht. Er besteht aus dem Leben in einer faszinierenden Landschaft. Aus Sonnenuntergängen mit der Farbe von glühender Kohle wie in unserem Campfeuer, vor dem wir so manchen Abend verbrachten, während wir in Ruhe über den Sinn des Lebens nachdachten. Und aus der Freiheit zu tun und lassen was wir wollten, in einer unglaublichen Tierwelt, die uns wunderschöne Zeiten in den endlosen Weiten Australiens bescherte.

Dies ist nur eine kurze Zusammenfassung unseres Abenteuers in Queensland Australien.

Eine detaillierte Version ist noch in Arbeit.


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1020g. Nugget mit Eisenoxid überzogen.                                        Bringt ein lächeln aufs Gesicht.
Lesen Sie die Geschichte zu diesem Fund unter:

Fortsetzung zu einem großen Fund!

Nicht ganz alltägliche Fundstücke.

 

 


""Catterpillar 992"
Über 90 Tonnen mit gefüllter Schaufel.   
Dieselverbrauch 650-750 Liter pro Tag!

 


"Huntsman" Spinne

 


ein "Goanna"

 


Diese Edelstein Waschanlage wurde von uns gebaut für
unseren zeitweiligen Arbeitgeber, Adi. 

 


Unsere ersten Saphirmine im "Reward". Anfang 1985.
Noch ganz ohne technische Geräte.

 


Unsere, aus alten Autoteilen selbst zusammengeschweißte Wasch-Installation in Bedford Hill. 

 


Tunnel in Bedford Hill mit Rolf im Hintergrund.
Unsere letzte Saphirmine. Zirca 1993.

 


Blauer Saphir mit Wachstumsringen.

 


Rolf mit einem stattlichen Fund auf unserer 128ha "Lease" 

 


Bilder zu einem großen Fund



Dan's 56gr. 1.8oz Special






Fundort der mit Gold durchsetzten Quarzader.


Knapp über 1 Kilogramm Gold aus einem Quarzbrocken.  


Klicken sie hier für die Geschichte zu diesem Fund.
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